Soundparcours

TransArts/Die Angewandte x Sonic Territories // Curated by Richard Eigner

01 -04 Juli 2021
FREE ADMISSION / EINTRITT FREI
Eva-Maria-Mazzucco Platz 2, 1220 Wien

Daily 3pm – 8pm / Täglich 15-20 Uhr, Sunday 15-18 Uhr
Individual Tours: Find all the Spots on our Google Map
Guided Tours: Daily 5pm / Täglich 17 Uhr

POOL EXERCISES x ANNA BARFUSS

“In rhythmic movements, body rotations follow the controlled beat of the arm that enters the water and the breathing sounds every 3rd stroke, accompanied by the splashes of steadily alternating leg kicks” (aus: Swim Sounds, Anna Barfuss)

Pool Exercises zeigt Videoaufnahmen einer Schwimmerin, die eine neue Technik übt. Die Kamera ist dabei unter Wasser und beschreibt eine Nähe, in der der Körper zwar fragmentiert in Close-ups, aber als trainierbare Einheit erscheint, als Träger eines Körpergedächtnis, das die Rhythmen der Bewegungen erinnert sowie es auch Berührungen oder Traumen speichert.

In der Soundinstallation sollen die Schwimmsounds, die durch den Körper erzeugt wurden am Seestadt Seeufer zu hören sein. Beschleunigtes Atmen, erhöhter Puls, das Plantschen und Spritzen, das der sich durch das Wasser bahnende Körper erzeugt ergeben eine klangliche Spiegelung, die jedoch in wiederholten Abständen störgeräusch hafte Trübungen erfährt, die wie eine durch Wellen verunklärte Spiegelung auf einer Wasseroberfläche vorstellbar sind. Puls und Atemfrequenz sind beeinflussbar durch Training, und zeigen Zustände sowohl von Überforderung wie auch Erregung an.

Sound und Bewegtbild, einer ursprünglich als Videoinstallation mit Sound konzipierten Arbeit wären in diesem Format getrennt, um auch das Format des Festivals und die ortsspezifische Präsentation mitzudenken. Es wäre schön, die Soundinstallation am Ufer des Seestadt Sees aufzubauen, evtl. unter einem von mir aufgebauten Sonnensegel aus Neopren.

Anna Barfuss studierte Video und Videoinstallation sowie Fotografie an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Im Rahmen eines Erasmus Austauschsemesters an der Listaháskolí Íslands beschäftigte sie sich experimentell mit den Beziehungen von Raum, Bewegtbild und Sound. Nach Atelierstipendien in Rom und in London lebt und arbeitet sie in Wien. Sie schreibt Essays und ist als freie Autorin für Kunstmagazine (Springerin, Camera Austria International) tätig. Neben Videokunst und Fotografie befasst sie sich in ihrer kulturwissenschaftlichen Tätigkeit mit Fragestellungen, die Körper, Geschlecht und Subjektivitäten in gegenwärtigen digitalen Bildkulturen behandeln.
Die Motive ihrer künstlerischen Arbeiten entstammen häufig der Alltagskultur und zwischenmenschlichen Beziehungen und schließen kommunikative Missverständnisse sowie Fehlübersetzungen mit ein. Ihre Werke isolieren, rekontextualisieren oder transformieren Momente, den Akt des Blickens, sprachliche Äußerungen oder Alltagsrituale und richten den Fokus damit auch auf die Wahrnehmung und die Konstruktion von Erzählung selbst.
Zu ihren kuratorischen Projekten zählt die Ausstellung „Erholungsgebiet Industriegebiet“ (2015), die in Video- und Soundarbeiten das Reiben der Übergangslebensstile, geteilte affektive Räume und deren körperliche Wirkungen erkundete.

vimeo.com/annabarfuss
https://www.instagram.com/___annagram__/

Picture: © Anna Barfuss

DIE GRÜSS GOTT MASCHINE x CHRISTOPH HÖSCHELE

„Höflichkeit ist doch die sicherste Form der Verachtung“ (Heinrich Böll)

Die Seestadt Aspern versteht sich als modernes und zukunftsweisendes städtebauliches Projekt. Hier werden seit ihrem Spatenstich mehre experimentelle architektonische und soziale Ansätze verwirklicht. Über einen Zeitraum von rund 20 Jahren soll hier ein neuer Stadtteil entstehen, in dem über 20.000 Menschen wohnen und arbeiten. Entlang der Straßen der Seestadt herrscht mittlerweile geschäftiges Treiben. Durch die großzügig angelegten Fussgängerzonen schlendern täglich tausende von Menschen von Haus zu Haus, Geschäft, Spielplatz, Restaurant, Arbeitsstätte oder U-Bahn. Für das Sonic Territories Festival 2021 soll einer dieser gut frequentierten Plätze zum Schauplatz einer künstlerischen Intervention werden.

Diese besteht aus einem schlicht wirkenden Schaltschrank mit angeschlossenem Bewegungsmelder und seitlich angeschlossenem Lautsprecher. Nähert sich eine Person der Installation ertönt ein “Grüß Gott” Sample.

Ist die hier stattfindende Begrüßung vielleicht auch nur eine automatisierte Höflichkeitsfloskel? Ist abgespielte Freundlichkeit nicht auch ein Stück österreichischer Tradition und Kultur? Ob Die Grüß Gott Maschine als freundlich oder störend aufgefasst wird ist Sache des Betrachters und muss Jeder selbst entscheiden. Die Grüß Gott Maschine versteht sich als zwischenmenschliches Experiment.

Christoph Höschele geboren 1976 in Metz/Frankreich, lebt und arbeitet in Wien.
Studium Visuelle Mediengestaltung in Wien, Studium Elektronische Medien in Tallinn/Estland.

Christoph Höscheles Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld öffentlicher/sozialer Raum und Medien. Sie greifen lokale Begebenheiten auf und verknüpfen diese mit Formen der Medienkunst, Performance und Installation.

Weiters am Projekt beteiligt:
Alexander Felch (Sprecher Grüß Gott Sample)
Hanns-Guido Koch (Technischer Support)

www.niemandsland.net

Picture: © Monika Holzner

SONG OF A FUTURE THAT MIGHT NEVER COME x DEMIAN THIRST 

die seestadt ist geprägt von utopie. betrete ich sie, werde ich eingenommen vom widerspruch des versprechens einer stadt der zukunft und der physischen realität von schotter, baufahrzeug und beton. in einer sonischen intervention wird klang erzeugt mit und durch die materialien, die die seestadt ausmachen. von wind angetrieben wird auf stahl gestreichelt, auf beton geklopft, durch schotter gefahren. folien werden gespannt und attern. mit schotter gefüllte bau-behältnisse ratteln im wind. das substrat der utopie, die physische grundlage der schönen idee singt das lied einer zukunft, die vielleicht nie kommen wird.

an noch auszuschenden ort in der seestadt werden mit gefundenen materialien kleine instrumente realisiert, die durch umwelteinüsse wie wind betrieben werden. konkret angedacht sind durch windräder betriebene perkussive elemente, rasseln und rohre, sowie folien, die im wind attern oder auf die regentropfen fallen.

Demian Thirst has graduated in physics and studies digital and conceptual art and works as a researcher in the field of molecular biology. he sources inspiration from growing up in the pre-apocalyptic era of post-internet technocapitalism & the imminent climate catastrophe.

http://linkfree.demianthir.st/

Picture: © Demian Thirst

THE SYMPHONY OF NATURE x EPA FASSIANOS

The Symphony of Nature: This work constitutes an ode to nature. It was composed in 2021. During the recording process, field recordings as well as studio recordings were realized. The work addresses to the internal harmony of nature and this is represented through the application of pitched resonance on water, stone and fallen tree branches sounds. Heavy transformations were implemented through the use of computer software. Internal dialogues between the sounds captured from nature and transformed instrumental soundworlds were also formulated, in order to enhance the concept of harmonicity within the work, as a metaphorical reference to the inner harmony of nature. Specific sound gestures emerging from natural sounds were reinterpreted through transformed instrumental sounds, in order to establish an internal dialogue between the two. For the creation of this work, I was inspired by Bernard Parmegiani’s “De Natura Sonorum” (1974), Annette Vande Gorne’s “Bois” (1986), David Berezan’s “Lightvessels” (2014) and Jonty Harrison’s “Undertow” (2007). This work could pose as an acoustic natural soundscape within the unique urban landscape of Aspern Seestadt.

Dr. Epameinondas P. Fassianos (Epa Fassianos) is a Greek Composer of Electroacoustic and Ambient Music. He was born in Athens in 1982. He has attended both the University of York (MA in Music Technology) under the supervision of Professor Andy Hunt and the University of Sussex (MA in Composition for Media and Film and MPhil in Musical Composition) under the supervision of Professor Ed Hughes. His BA in Greece was in Informatics and Computer Technology. He has also obtained his Piano Diploma in 2003 with Professor Dimitris Toufexis. In parallel, he has obtained the Diplomas in Harmony, Counterpoint and Fugue respectively. He holds a PhD Degree in Acousmatic Music Composition. He obtained his PhD from the University of Manchester (NOVARS Research Centre), under the supervision of Professor David Berezan. His area of interest was: Creating works of Acousmatic Music based on aspects of Greek Culture (Religion, Traditional Greek Instruments, Mythology).
His work Chromatocosmos has been awarded the First Prize in Category A in MUSICA NOVA 2018 Competition of Electroacoustic Music in Prague, Czech Republic, as well as the Third Prize in MUSICWORKS 2018 Electroacoustic Music Competition in
Toronto, Canada. His work ElectroSantouri received an Honorary Mention in ARS ELECTRONICA FORUM WALLIS Swiss Contemporary Music Festival 2019 (Leuk, Switzerland).

https://www.epafassianos.com

Picture: © Epa Fassianos

SPIELUHREN x HEIKO WOMMELSDORF

Die Arbeit SPIELUHREN besteht aus mehreren Spieluhren, die analog bearbeitet wurden. Die vorgefertigten Melodien der kleinen Instrumente wurden durch das entfernen einiger Klangstäbe so verändert, dass das ursprüngliche Lied nicht mehr zu erkennen ist.
Durch das Ziehen an den Schnüren der Instrumente zieht sich ein Rad auf, welches diese neue Melodie abspielt. Die Spieluhren sind so bearbeitet, dass sie gleichzeitig spielend mit einander harmonisieren und eine neue Komposition ergeben. Ein Musikstück ohne bestimmten Anfang oder Ende wird vom Instrumentalisten gestaltet.
Mit ca. 20 verteilten Lautsprechern, wird eine mobile Klangwolke entstehen.

Heiko Wommelsdorf hat im Bereich Medienkunst an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Prof. Arnold Dreyblatt und Prof. Thorsten Goldberg sowie anschließend Klangskulptur/ Klanginstallation bei Prof. Ulrich Eller an der HBK Braunschweig studiert. Mittlerweile konnte er sich als Klangkünstler in über 150 Ausstellungen behaupten (u.a. Singuhr Hoergalerie Berlin, MARTA Herford, Kunsthalle Kiel und Stadtgalerie Kiel sowie in Ausstellungen in Dublin, Hamburg, Hannover, München, Seoul, Oslo, Wien u.a.).

http://www.heikowommelsdorf.de

Picture: © Helge Krückeberg

FRACTURED GRAINS x JULIA JUST

In meiner künstlerischen Praxis interessiere ich mich für die Verflechtung von organischen, atmosphärisch dichten Soundlandschaften mit verschrobenen, subtilen, schallenden, pulsierenden, klickenden und klimpernden Klängen.

Verfremden. Abstrahieren. Brummen. Flirren. Klirren. Heulen. Stille. Rhythmus. Lärm. Drohnen. Geräuschmulden. Bässe. Texturen und Melodien.

Mit Hilfe von zum Teil eigens kreierten analogen Klangquellen, Field Recordings und Vocals, modularen Synthesizern, Effekt-Ketten sowie granularer Synthese entstehen abstrakte Kompositionen an der Schnittstelle von elektronischer (Club-) Musik und experimentellem Klang.

Die Seestadt ist für mich – auch sonisch – ein sehr spannender, utopischer Ort, eine Stadt, die aus dem Boden gestampft wird, der künstlich angelegte See, der Wind, die vielen Baustellen, die hypermodernen Wohnbauten und die Stille der kaum befahrenen Strassen.

Julia Just, geboren 1988, lebt und arbeitet in Wien. Studium Landschaftsarchitektur an der Boku Wien & Grafik Design an
der Grafischen, seit einigen Jahren zunehmendes Interesse an der Arbeit an experimenteller Musik.

https://jjust.bandcamp.com/

Picture: © Mischa Levi

SUBMERSION x MICHAEL WEDENIG

I – Metropolis

II – The Machine

III – Beneath Below

Dann purzeln die Akkorde aus den Feldaufzeichungen – „Metropolis“ stülpt sich über den Hörer und lässt Bilder entstehen: Aus dem bedrohlichen Dunkel kriecht etwas hervor, schlüpft aus seinem Kokon, verwandelt sich in ein Fliegerdings und hebt ab – über das Wasser der Donau. Andreas Kanatschnig, Kleine Zeitung

Submersion ist eine dreiteilige Kompositionsreihe, die für das Sonic Territorries Festival 2021 in Seestadt entstand. Field Recordings – allesamt in der Seestadt aufgenommen – verwandeln sich vor unseren Ohren von realen Klängen in surreale Collagen, aus denen rhythmische und tonale Elemente sprießen.

Alle Sounds, seien sie musikalisch oder geräuschhaft, wurden aus diesen Aufnahmen gewonnen – für Wedenig waren dabei Geräusche von Interesse, die das akustische Bild der Seestadt prägen. So brachte er für Metropolis ein Kontaktmikrofon an einem Metallgerüst unterhalb der U-Bahntrasse an. Die Grundlage zu The Machine entstand zwischen einem Kinderspielplatz und einem nahen Industriewerk – letzteres gibt einen durchgehenden hohen Ton von sich, der sich immer mehr in den Vordergrund arbeitet, bis er schließlich alle musikalischen Sounds des Stückes hervorbringt. Für Beneath Below wurde ein künstlicher Abfluss des Sees mit Stereomikrofonen und Hydrofonen eingefangen.Wedenig untersucht die Grauzone zwischen Geräusch und Musik – und in (und von) ebendieser Grauzone lebt Submersion.

Michael Wedenig

Der in Wien lebende und arbeitende Musiker und Klangkünstler verbindet Elektronik, Field Recordings und Gitarrensounds zu einem kohärenten Ganzen. Seit seinem Studium beschäftigt sich Wedenig neben musikalischen Projekten intensiv mit interdisziplinären Arbeitsweisen wie audiovisuellen Installationen und Performances. Auf Reisen (z.B. nach Island und Indonesien) ersetzt das Aufnahmegerät die Kamera: Resultierende Field Recordings dienen der Erinnerung und finden sich in vielerlei Form in Wedenigs Kompositionen wieder – als Ambience, rhythmisches Element oder tonal spielbares Instrument. Sein erstes Soloalbum, stadt | land | fuzz, ist 2015 bei Keto Recordings erschienen. set theory, Wedenigs zweites Soloprogramm, gestaltet sich als Mischung aus Konzert und quadrofoner Soundinstallation. Nicht zuletzt aufgrund der COVID-19-Pandemie entstand ein YouTube-Kanal, auf dem Wedenig Themen wie Sound Design und Field Recording aus seinem persönlichen künstlerischen Blickwinkel beleuchtet.

https://www.michaelwedenig.at/

Picture: © Tamara Kramer

DREAM CATALOGUE x MYROSLAVA KUTS

Dream Catalogue is a sonic project of dream collection. We are collecting voice recordings of recurring dreams which have their internal memory based on previous dream episodes. The collected material is categorized afterwards, and represented in the soundscapes. Context Studies show that the brain areas that are responsible for dreaming are also responsible for consciousness, perception, and mental imagery. Can this in any way can mean that the brain perceives reality and dreams in the same way? Do we accumulate dream experience in recurring dreams as we do accumulate life experience in our memories?

Myroslava Kuts is a Sound Designer and a Sociologist. Grew up in Ukraine. Now based in France. Her main experience stands in the creation of artistic projects which combine art, science, and technology. Myroslava explores above all the sleeping process and brain-related topics from the neuroscientific perspective. The main approach with which she builds projects is science: she perceives concepts with a certain protokol and uses technical tools of collecting data. To create soundscapes Myroslava relies on the brain data (collected directly for the project or gathered from the research), field recordings, and created along with collected narratives.

https://myroslava.me/

Picture: © Florian Tripoteau

MUSIC FOR EVENINGS x ROBERTA LAZO VALENZUELA

Music for Evenings consists of a series of fixed media pieces that seek to explore the atmospheres of the end of the day. Each piece revolves around a specific frequency and is developed through timbres, colors, textures and harmonic masses, making use of various homemade, artisanal and non-traditional instruments, as well as everyday artifacts, utensils and voice.

Roberta Lazo Valenzuela (1991 Santiago, Chile). After finishing her bachelor in composition in Universidad Católica de Chile and working on several music and art projects, she migrates to Europe, where she lives first in Germany and later in Austria. In 2018 she finishes a Master in composition in Linz and starts a second Master in TransArts in the University of Applied Arts in Vienna. In 2021 she carries out an Erasmus semester at the Oslo National Academy of the Arts.

Her pieces are mainly concerned with portraying and emphasizing the subtleties of everyday life, focusing attention on the things that are hidden in the repetitive and trivial activities of everyday life.

In the last years, she has participated in various festivals and has worked with distinguished ensembles like Airborne Extended, Ensemble Phoenix, Ensemble Recherche and Ensemble Tøyen Fil og Klafferi. Her music has been performed in Austria, Germany, Norway, Romania, Latvia, Croatia, Chile, Switzerland, Spain and Ireland.

www.robertalazovalenzuela.cl

Picture: © Roberta Lazo Valenzuela

MAGNETO MORI: VIENNA x MARK VERNON

Magneto Mori: Vienna – A fragmented sound portrait of the city constructed from found sounds, buried tapes and field recordings. In this de-composition sounds from Vienna’s past and present are conjoined in a stew of semi-degraded audiotape providing the raw materials for a radiophonic composition that represents a portrait of Vienna in both place and time; an archaeological excavation of found sounds, lost fragments, buried memories and magnetic traces. 

Mark Vernon is a Glasgow based artist who explores concepts of audio archaeology, magnetic memory and nostalgia through his sound works. At the core of his practice lies a fascination with the intimacy of the radio voice, environmental sound, obsolete media and the reappropriation of found sounds. A rich collection of domestic tape recordings; audio letters, dictated notes, answer-phone messages and other lost voices often find their way into his unorthodox soundworlds. These diverse elements are distilled into radiophonic compositions for broadcast, fixed media, installations and live performances. He is an award winning radio producer who has produced programmes for stations internationally. A keen advocate of radio as an art form, he co-runs and curates Glasgow’s art radio station, Radiophrenia. His solo music projects have been published through labels including Kye, Glistening Examples, Canti Magnetici, Flaming Pines, Misanthropic Agenda, Entr’acte and 3Leaves.

http://meagreresource.com/magneto-mori-vienna/


Picture: © Mark Vernon 

NOCTURNAL INSIGHTS x NIKKI SHETH

Nocturnal Insights uses recordings of crepuscular and nocturnal wildlife across locations in Hertfordshire, Birmingham and Dorset in order to document and bring awareness to habits and patterns in the behaviour of nocturnal wildlife in the UK and to capture sounds that are usually unheard throughout the night. It evokes a sense of darkness, loneliness and at times, a melancholic state, reflecting the effects of extinction, light pollution and the man-made world on the natural environment and ecosystem. Be transported to a sonic world of Daubenton, Pipistrelle and rare Greater Horseshoe bats using echolocation to hunt at dusk and into the night, sika deer calling out into a vast landscape in complete darkness and the rhythmic behaviour of crickets and tawny owls. 

Originally commissioned for the Land Lines Project at The University of Leeds. 

Nikki Sheth is a sound artist based in Birmingham, UK. She uses field recordings to produce site-specific soundscape works. Her practice involves extensive field recording, multi-channel soundscape composition, working with ambisonics, working collaboratively to produce multimedia installations and augmented reality soundwalks. She has been on field recording residencies around the world including in Finland, South Africa, France and the UK and has been commissioned for sound works for Artefact Gallery, Ten Acres of Sound, Return to Nature Festival and The Barber Institute of Fine Arts. Her installation and sound works have been presented internationally. In 2020 she was awarded a Sound and Music award and was nominated for the Phonurgia Nova Awards in the soundscape category. She has been teaching Studio Composition at The University of Birmingham since 2017 and is a member of Birmingham based sound collective SOUNDkitchen.

https://nikkisheth.myportfolio.com/

Picture: © Nikki Sheth

DEFORMATIONS x DOMINIK EINFALT

Deformations – Landscape changes and most of the time big parts of nature gets transformed into urban space for lots of humans and many animals are losing their natural habitat as a result. Through the sound installation “Deformations” the natural sounds of the displaced animals are brought back into the city. But just as the landscape is constantly morphing, so do the sounds over time. Natural sounds are morphing to their artificial counterparts, the sounds are iterating between the past and the lost nature sounds and future with artficial sounds.

Dominik Einfalt (born. 1996) is a transmedia artist based in Vienna, Austria & right know studying at the Universtity of applied arts, Vienna. His works move between sculptures, BioArt, sound art & digital art. His works are mainly focused on humans and their relationship to their surrounding and their selves, the entanglement of nature what role humans are taking in it.

https://www.dominik-einfalt.com

Picture: © Dominik Einfalt

SOURCE AND DESTINATION x FRANZ EHN

Source and Destination – There is a lot that can go wrong in conversation. Whether there are external or internal factors influencing the source or the destination, or disturbance in the medium in wich the exchange takes place, the sender and receiver hardly ever are talking about the exact same thing. Both the encoding and decoding have to be very precise in order to create the base for somewhat mutual understanding. The work investigates how (small disturbances in) the means of communication can gradually modify a defined message into a string of signals lacking information.

Franz Ehn is a sound artist and trained designer based in Vienna, Austria. 

His sonic work is heavily research based and is looking at specific developments on a micro scale, as well as investigating circumstances that span way beyond a life’s length. 

https://franzehn.com/

Picture: © Janinka Kell

BOUNCE, LISTEN x JULIAN SIFFERT

BOUNCE, LISTEN is a work that relates to the ways in which communities use activities such as sports to engage with architecture and therein occupy, transform and activate formerly dysfunctional or purely transitory sites within the urban fabric. Its title is also its score. It is a piece to be performed for oneself by bouncing a basketball within the marked area while listening to the resonating acoustics of the place. Due to the special acoustic features of the surrounding architecture, the resonances are audible only to the player him*herself.

Julian Siffert often seeks to explore the relation between bodies and spaces at the intersection of sociopolitical, bodily, economic and technological practices. Engaging with issues such as spatial perception, acoustics, orientation, navigation, cartography or geography as well as their histories, he creates performances, sculptures, installations, videos, electronic music and works for ensembles. Concerts and exhibitions so far led him to Germany, France, Austria, Italy, Korea and Switzerland, i.a. to the State Opera and Junge Oper Stuttgart, the festival Acht Brücken Cologne, Transart Festival Bolzano, Kyung Hee Composition Festival Seoul, Äquidistanz festival Vienna and Unerhörte Musik Berlin. After studying composition in Vienna, Lyon and Stuttgart he is currently enrolled in the TransArts master program at the University of Applied Arts Vienna. Since 2016, he collaborates with Ui-Kyung Lee as Perspektivenbox. 

www.juliansiffert.com

Picture: © Julian Siffert