Isabella Forciniti (IT/AT) 

Im Spannungsfeld zwischen der Ästhetik der wesentlichen Eigenschaften von Klang und der improvisierten elektroakustischen Musik bewegt sich das Schaffen der in Wien lebenden Komponistin und Performerin Isabella Forciniti. Sie bezieht sich auf den Apparat der Diskontinuität, in dem die Gestaltung der Räumlichkeit, die Stille, sowie auch die Klangsynthese auf neuartige und unvorhergesehene Weise eingesetzt werden. Ihre Kunst verankert sich zwischen dem Rand des Unbekannten und der Erforschung von Musik in einem physikalischen System. Isabella Forciniti, in Süditalien geboren und aufgewachsen, begann im Alter von 14 Jahren Schlagzeug zu spielen und nahm ab 16 Jahren Privatunterricht in neue Spieltechniken, Musiktheorie und Solfeggio. Danach studierte sie in Rom zeitgenössisches Schlagzeug beim italienischen „Schlagzeugpapst“ Maurizio dei Lazzaretti sowie elektronische Musik bei Luca Spagnoletti, der ihr die ersten Möglichkeiten bot, sich mit Programmiersprachen zu beschäftigen. Parallel dazu absolvierte sie ein Studium der Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Soziologie und Multimedia, das sie 2015 abschloss. Derzeit studiert sie Computermusik und elektronische Medien an der Universität für Musik und darstellende Kunst. Im Sommer 2018 war sie aktive Teilnehmerin der Darmstädter Ferienkurse, seit Jahrzehnten eines der führenden Zentren für Neue Musik. Sie realisierte Arbeiten für das Ö1 Kunstradio und den Art’s Birthday und spielte mit dem NEXT Improvisers Ensemble gemeinsam mit Elliott Sharp und Gareth David beim Advanced Music Festival YMCA in Bratislava. Als Teil des Webern Ensemble Wien führte sie im Rahmen von Wien Modern Cornelius Cardew’s Treatise auf.

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